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Das innere Kind - mal anders!

Aktualisiert: 28. Dez. 2023


Blog-Beitrag: Das innere Kind - mal anders! - Der Ort meiner Kindheit - Eine kleine persönliche Geschichte



Der Ort meiner Kindheit

- eine kleine persönliche Geschichte






Der Ort meiner Kindheit war ein anderer als der, den Du für ein Grundschulkind vermutlich erwarten würdest.

Es war ein kleiner, geschützter und ruhiger Ort – es war der Schrebergarten meiner Großeltern.

Es war so anders dort, ein wenig geheimnisvoll. Mir gefiel die besondere Stimmung. Man konnte sich im Garten zurückziehen oder bei dem Wunsch nach Geselligkeit, in das Gemeinschaftshaus gehen. Überall herrschte eine friedliche Atmosphäre.

Vom Schrebergarten aus, hatte man einen wunderschönen Blick über die Stadt.

Die Weite lud mich immer wieder zum Träumen ein. Die Sicht in die Ferne und das

„sich treibenlassen“ dabei liebe ich bis heute.

Die Beerenfrüchte, die ich im Spätsommer von den Sträuchern pflückte, mochte ich besonders gerne. Das ist immer noch so, und wir haben nach und nach ein paar Beerengewächse in unseren eigenen Garten integriert.

Wenn ich heute irgendwo einen leicht vermoderten Obstgeruch wahrnehme, denke ich immer an das Gartenhaus mit dem Schuppen, wo Opa das Obst lagerte, zurück. Der Geruch war damals überall hineingezogen, sogar in die Polsterauflagen der Gartenstühle.


Mein Opa hatte eine sehr ruhige, besonnene Art und war sehr geduldig.

Er erklärte mir alles, was ich wissen wollte.

Doch – er ist leider viel zu früh gestorben... während meiner Grundschulzeit.

Ich hätte noch so gerne mehr Zeit mit ihm verbracht. Aber ich bin auch unendlich dankbar,

dass ich ihn kennenlernen durfte.


Wenn ich mich heutzutage etwas zerstreut fühle, schaue ich mir dieses Foto (s. o.) an,

welches ich aus einem Album meiner Mutter abfotografiert habe.

Es hilft mir sehr, mich zu erden und mich wieder zu sortieren.

Ich kann diese ruhige und besonnene Kraft meines Opas darin spüren.


Meine Freundinnen und andere Kinder konnten es damals gar nicht verstehen, dass ich an freien Sommertagen lieber in den Schrebergarten wollte, anstatt stundenlang die Zeit im Freibad zu verbringen.

Ich hatte also schon früh den Zauber für mich dort entdeckt. Ich brauchte ab und zu einfach einen eher ruhigen Ort und besinnliche Momente anstatt permanent „Action“.

Rückblickend betrachtet wird mir heute bewusst: Ich hatte bereits schon als Grundschulkind hin und wieder für mich klar und intuitiv nach meinem damals noch unbekannten Wesensmerkmal entschieden und gehandelt.


Vor ein paar Jahren, im späten Frühling, als meine Eltern mal wieder bei uns zu Besuch waren, ist meiner Mutter direkt das Meer von Cosmea-Pflanzen (Schmuckkörbchen) aufgefallen.

Sie sagte zu mir: „Das sind doch die Pflanzen, die Opa immer im Schrebergarten hatte!“

Mir war das beim Kauf gar nicht bewusst und ich merkte, ich hatte intuitiv diese Pflanzen ausgewählt und hatte mich dabei gefragt, warum sie so eine starke Anziehungskraft auf mich ausübten…


Und so wohnt nun der kleine Zauber von damals auch heute noch ein Stück weit in meinem eigenen Garten…

Ist das nicht wundervoll?


Blog-Beitrag: Das innere Kind - mal anders! - Der Ort meiner Kindheit - Eine kleine persönliche Geschichte


Was hast Du Dir bewusst oder

vielleicht auch unbewusst

aus Deiner Kindheit bewahrt?


Herzlichst Deine Kim

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